Männer und Soja

Immer mal wieder bekommen wir zu hören, dass der Konsum von Soja und Sojaprodukten dazu führt, einen Mann weiblicher zu machen. Die in Soja enthaltenden Phytoöstrogene sind der Grund für diese Annahme. Aber hat dieser Stoff wirklich eine derartige Wirkung, weil im Namen des Stoffes „Östrogen“ steckt? Birgt der Konsum von Soja eventuell auch positives für den menschlichen Organismus? Mit diesem Beitrag möchten wir dir Antworten auf diese Fragen liefern. Außerdem findest du am Ende wieder ein leckeres Rezept, mit einem Sojaprodukt, das nicht unbedingt jeder kennt.

Ursprünglich stammt die Sojabohne aus den subtropischen Regionen Ostasiens. Heute zählt Soja zu den Weltwirtschaftspflanzen. Der überwiegende Teil der weltweiten Sojaproduktion wird für die Nutztierhaltung verwendet. Nur ein geringer Teil ist für den menschlichen Verzehr vorgesehen.

Die Samen enthalten ca. 37 % Eiweiß, 6,3 % verdauliche Kohlenhydrate und 18 % Fett. Das Protein in Soja ist sehr hochwertig, da es für den menschlichen Organismus, in unterschiedlichen Mengen, alle essentiellen Aminosäuren enthält. Allerdings garantiert erst eine Kombination von Hülsenfrüchten und Getreide eine Deckung der essentiellen Aminosäuren. Dafür müssen Hülsenfrüchte und Getreide aber nicht immer in einer Mahlzeit kombiniert werden, sondern können auch über den Tag verteilt verzehrt werden. Generell enthält Soja sowie auch andere Hülsenfrüchte viel Eisen und Zink.

Den Phytoöstrogenen und besonders den Isoflavonen werden gesundheitsförderliche als auch gesundheitsschädigende Wirkungen nachgesagt. Sie sind sekundäre Pflanzenstoffe, die häufig in der Natur vorkommen und in besonders hohen Konzentrationen in der Sojabohne zu finden sind. Isoflavone werden in der Menopause von Frauen eingesetzt, um das Hormondefizit auszugleichen. Soja wird auch in der Herstellung von Säuglingsnahrung gebraucht. Des Weiteren soll ein lebenslanger Konsum von Soja bei Frauen die Wahrscheinlichkeit senken an Brustkrebs zu erkranken. Generell hat Sojakonsum ein antikanzerogenes Potential. Eine Feminisierung von Männern ist nicht direkt nachweisbar.

Entscheidest du dich für eine Mahlzeit mit Soja anstatt mit tierischen Produkten ist das toll für die Umwelt! Gängige Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch und Sojajoghurt sind den meisten wohl bekannt. Für ein weiteres sehr schmackhaftes Sojaprodukt, nämlich Tempeh, wollen wir dir heute ein Rezept vorstellen. Tempeh hat eine sehr interessante Konsistenz und richtig gewürzt schmeckt es herrlich.

Tempeh in Bärlauchsoße

Zutaten für 3 Portionen

  • 200 g Tempeh
  • 4 EL Sojasoße
  • 300 g Pilze
  • 1 Stange Lauch
  • 1 großer Kopf Brokkoli

Soße:

  • 250 ml Pflanzendrink
  • 2 EL Tahin
  • 1 handvoll Bärlauch
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 TL Senf
  • 2 EL Kapern (ca. 1/2 Glas)
  • 1 Schluck Zitronensaft
  • 1 1/2 EL Kokosblütenzucker
  • Salz, Pfeffer (weiß und grün), Muskat, 1 1/2 TL Korriander

Zubereitung

Dauer: ca. 20-30 min Vorbereitungszeit: 2 h

  1. Tempeh für 2 Stunden in Sojasoße einlegen.
  2. Pilze in kleine Scheiben oder Würfel schneiden und in einer Pfanne anbraten.
  3. Wenn die Pilze etwas Wasser verloren haben etwas salzen, den Tempeh in Würfel schneiden und dazugeben. Ca. 5 min unter häufigem Rühren anbraten. Danach in eine Schüssel geben.
  4. Brokkoli und Lauch klein schneiden und in der gleichen Pfanne andünsten, in der die Pilze waren.
  5. Alle Zutaten für die Soße in eine Schale geben und pürieren. Anschließend die Soße in die Pfanne zum Brokkoli und Lauch dazugeben.
  6. Tempeh und Pilze auch dazu geben, für eine Minute köcheln lassen und ggf. mit Salz abschmecken.

Quellen:
https://www.egms.de/static/en/journals/gms/2014-12/000203.shtml
https://www.kup.at/kup/pdf/7358.pdf#
https://www.kup.at/kup/pdf/8587.pdf#

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